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Bald ist erster November...

  • Oct. 19th, 2009 at 9:19 AM
Projekt - Dämonenland
Wenn man sich lange genug im Internet rumtreibt, dann stößt man eines Tages unweigerlich auf eine stetig wachsende Horde Verrückter, die ab Anfang September mit scharrenden Hufen in den Startlöchern sitzen und so intensiv an der Vorbereitung eines Projektes arbeiten, wie sie es sonst das ganze Jahr über nicht tun - und dann weiß man, es ist wieder NaNoWriMo. Es ist also bald wieder National Novel Writing Month, kurz NaNoWriMo, dass sich innerhalb weniger Jahre zu einem Massenphänomen entwickelt hat. 50.000 Worte in einem Monat zu schreiben ist für vier Wochen das kollektive Ziel von Tausenden von Menschen (laut der Website waren es 2007 über hunderttausend Teilnehmer), und dieses Jahr jährt sich die Veranstaltung zudem zum zehnten Mal.

Ich habe seit 2005 jedes Jahr zumindest daran teilgenommen, und 2005 und 2008 auch das Ziel von 50.000 Wörtern erreicht. 2009 wollte ich studiumsbedingt eigentlich aussetzen, aber wie sich herausstellt ist dieses Jahr anscheinend das perfekte Jahr, um mich endlich an Dämonenland zu wagen, an dem ich schon seit zwei Jahren herumplane und herumrecherchiere. Mit anderen Worten: ich bin doch wieder dabei. Sich die 50.000 vorzunehmen ist zwar utopisch und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich sie nicht knacken werde (Lernen für Abschlussprüfungen hat nunmal Vorrang) aber Dabeisein ist alles.

Faszinierend

  • Aug. 27th, 2009 at 12:09 PM
Schreiben - Füller
Was ich immer wieder erstaunlich und bezeichnend finde, wenn ich nach Rechercheliteratur über ein bestimmtes Thema suche, ist dass es tatsächlich einen deutlichen Unterschied zwischen dem amerikanischen und deutschen Verhältnis zum kreativen Schreiben gibt.

Dass ich, wenn ich Bücher über die Renaissance und das Alltagsleben in England suche, in den amerikanischen und englischen Online-Läden mehr Material finde ist ja völlig klar. Ähnliche Bücher gibt es ja auch über das deutsche Mittelalter. Was ich jedoch immer wieder faszinierend finde ist , dass gerade aus den USA Bücher und ganze Bände kommen, die sich dem jeweiligen Alltagsleben einer bestimmten Zeitspanne widmen. Da gibt es dann Bücher wie "Life in Early America" und "Victorian London", die genau das beschreiben, was einen Autor so interessiert. Tatsächlich gibt es in den USA eine Buchserie, die sich "Writer's Guide to Everyday Life" nennt und explizit für Autoren zugeschnittene Bücher mit für das Schreiben relevante Fakten herausbringt, wie dieses hier über das viktorianische England. Wie hilfreich diese Bücher sind sei dahingestellt (ich werde mir aber mal zum Testen eins bestellen), dass es sie überhaupt gibt finde ich ziemlich bezeichnend. In Deutschland habe ich etwas in der Art trotz Suche noch nie gefunden.

Mir ist schon öfter untergekommen, dass gerade in den USA kreatives Schreiben richtigerweise als ein Handwerk gesehen wird, das erlernt werden muss und kann. Beweis dafür sind alleine schon die ganzen Collegekurse, die man zu dem Thema belegen kann. Auch die besten, d.h. nützlichsten, Schreibratgeber kommen aus diesem Raum. Die oben erwähnten Autorenhilfen schlagen auch in diese Richtung. Irgendwie gehen die Amerikaner das Schreiben viel praktischer an als wir, und scheinbar scheint es keine Schande zu sein, solche Ratgeber zu benutzen anstatt sich für Monate in ein Burgverlies zurück zu ziehen, um dort in alten Manuskripten zu wühlen (oder wie der deutsche Durchschnittsleser sich so ein Autorenleben vorstellt).

Faszinierend.

Jetzt wird's geschichtlich.

  • Aug. 22nd, 2009 at 11:38 PM
Diverses - Buchseiten
Da unsere Nachbarn gestern netterweise bis drei Uhr morgens gefeiert haben und ich mir anhören durfte, wie eine Horde angetrunkener Halbstarker die größten Proleten-Hits, aufgelockert durch Lieder von Wolle Petry und Matthias Reim, mitgegrölte bin ich heute entsprechend gerädert. Immerhin hatte ich so eine Ausrede um mir die komplette erste Staffel von "The Tudors" zu Gemüte zu führen.

Mir ist es nicht so wichtig, wenn Filme und Serien historisch nicht ganz korrekt sind (es sei denn Mel Gibson stilisiert sich als schottischer Freiheitsheld), so lange sie gut gemacht sind und ein Gefühl für die Zeit von damals vermitteln. "The Tudors" ist immerhin eine Fernsehserie, und dass aus plottechnischen Gründen Dinge geändert werden müssen um den Zuschauer bei der Stange zu halten ist für mich völlig verständlich. Ich sehe "The Tudors" als eine Art alternative Geschichte, ein außerordentlich gut gemachtes "was wäre wenn" Szenario, das deutlich vermittelt, dass selbst Fünzehnhundertpiependeckel Könige nicht nur im Purpurmantel auf dem Thron saßen und so vor sich hin regiert haben, sondern sich mit Intrigen, Verschwörungen und diplomatischen Kompromissen herumschlagen mussten. In gewisser Weise ist die Serie also eine nette Parabel auf die unserige, "moderne" Welt. Und das sind doch sowieso die besten Geschichten, die erzählt werden.

Wie dem auch sei habe ich jetzt richtig Lust bekommen, mich irgendwann mal selber für einen Ausflug in die Welt der Renessaince oder von Elizabeth I zu wagen. Diese Epochen haben mich zusammen mit der Romantik in der Literaturgeschichte sowieso schon immer am meisten fasziniert. Ein historischer Roman muss es nicht sein - davon gibt es sicherlich schon zuhauf. Aber eine Art historischer Fanstasy in einem alternativen England - das wäre sicherlich verlockend. Im September oder Oktober bin ich eventuell für ein paar Tage in London. Vielleicht kommt ja ein spontaner Geistesblitz.

"Tänzerin, Bärenkind..."

  • Jul. 30th, 2009 at 8:01 PM
Projekt - Rawnina
Meinen ersten freien Tag habe ich fleißig damit verbracht, zu schreiben. Es ist erstaunlich wie schnell mir das Schreiben für das Arenabuch von der Hand geht. Ich frage mich, ob es wohl an der guten Planung liegt oder daran, dass mir das Setting so gut gefällt. Vermutlich ist es aber die begünstigende Kombination von Beidem. Immerhin bin ich jetzt bei 37 Normseiten, was ich als Erfolg werte wenn man bedenkt, dass ich die letzten Wochen mit Lernen und Arbeiten verbracht habe. Da meine Protagonisten gerade übrigens noch in einer Art alternativem St.Petersburg herumlaufen höre ich gerade als Inspiration den Soundtrack von Anastasia auf Dauerschleife. (Übrigens wollte ich nur mal vermerken, dass dieser Film vor Gothic-Elementen fast vergeht.)

Den Arbeitstitel hat das Manuskript schon wieder gewechselt, aber immerhin den Vornamen hat meine Protagonistin noch behalten.


Als ich gerade den deutschen Text für das Lied aus "Anastasia" gesucht habe ist mir übrigens aufgefallen, dass die Zeilen, die nun dem Eintrag des Blog als Titel dienen, obskurerweise nicht nur die ersten Zeilen des Liedes sind, sondern irgendwie, sogar fast, das Arenabuch beschreiben. Ich höre den Soundtrack auf Englisch, das wäre mir sonst nie aufgefallen. Wittere ich hier etwas eine geheimnisvolle Verschwörung?

Für Gondor...und Ruhm und Ehre.

  • Jul. 26th, 2009 at 8:39 PM
Diverses - Pusteblume
Gestern habe ich meinen Beitrag für die aktuelle Ausschreibung von Earth Rocks abgeschickt. Eine Bestätigungsmail ist nicht zurück gekommen, und die Anzahl der eingesandten Geschichten steht unverändert auf 20...bleibt nur zu hoffen, dass meine Email es durch die Irrungen und Wirrungen des weltweiten Netzes geschafft hat. Geldpreise gibt es zwar nicht zu gewinnen, aber Ruhm und Ehre würden mir auch reichen. Wir werden ja sehen.

Nach vieler Lernerei für Klausuren, die sich in den nächsten Tagen fortsetzen wird, und einer kompletten Woche Urlaubsvertretung auf der Arbeit (man bedenke, dass ich eigentlich nur zweimal die Woche auf 400€ Basis arbeite) habe ich heute Abend endlich mal wieder Zeit gehabt, um an meinem Arena-Projekt weiterzuschreiben. Meine Protagonistin hat zum zweiten Mal ihren Vornamen gewechselt und ich befürchte fast, das wird noch öfter passieren.

Profile

Diverses - Pusteblume
[info]romywolf
Romy Wolf

Zitatereien

"Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken."
-Hermann Hesse

"Die beiden anziehendsten Möglichkeiten eines Schriftstellers sind, Neues in einem vertrauten Licht und Vertrautes in einem neuen Licht zu zeigen."
-William Makepeace Thackeray

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